16.2.
1929

1935 - mit Schwester Trudi und Vater Hans

1940 - Vater Hans Luginbühl mit
Bärengrabenbär im Schlachthof Bern

Bernhard Luginbühl wird  am 16. Februar 1929 in Bern als Sohn von Hans und Elise Luginbühl geboren. Der Vater ist Metzger und die Kindheitserinnerungen sind geprägt vom väterlichen Beruf.

Nach einer Bildhauerlehre und dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Bern arbeitet der junge Luginbühl als freier Künstler.

Mitte der 50er Jahre

Um 1959 im Berner Lorraine-Quarier

Bernhard Luginbühl engagiert sich vor allem in der abstrakten Eisenplastik und wird einer der wichtigsten Vertreter dieser Kunstrichtung. Indem er verschiedene Elemente aus Metall und geschmiedetem Eisen miteinander verbindet, haucht er ihnen neues Leben ein. Seine Themen sind zoomorphe und organische Formen, aber auch Bewegung und Energie, die die Skulpturen zu raumgreifenden, geradezu körperlich erfahrbaren Installationen werden lassen. Parallel zur Eisenplastik entsteht kontinuierlich ein graphisches und zeichnerisches Werk, das sich auch auf Serien und Themen bezieht, die den Künstler in seinen plastischen Arbeiten beschäftigen.

1957

1972 - Bernhard Luginbühl und Jean Tinguely

Foto: Ursi Luginbühl

Bernhard Luginbühl lernt Jean Tinguely kennen, mit dem er vermehrt zusammenarbeitet, so z. B. 1960 in der Berner Kunsthalle, 1977 in Paris für das Crocrodome des Centre Georges Pompidou oder für den Cyclop in Milly-la-Fôret (1970-1988).Wichtige gemeinsame Ausstellungen waren zudem Otterlo/Eindhoven/Luzern 1967 und Städel Frankfurt am Main 1979.

 

70er Jahre

Bernhard Luginbühl beginnt Tagebuch zu führen.

1970

Als Filmemacher dokumentiert er u.a. die Arbeit seines Freundes
Jean Tinguely, engagiert sich aber auch gegen die Zerstörung von
Berner Bauernhäuser infolge der Verstädterung "Kleiner Emmentalfilm".

1972

1972- Retrospektive im Kunsthaus Zürich

Luginbühl Retrospektive mit über Hundert Eisenplastiken im Kunsthaus Zürich vom April-Mai in der Nationalgalerie Berlin vom Juni-August veranstaltet von Felix Baumann und Werner Haftmann

1973

Luginbühl entdeckt in einer aufgelassenen Eisengiesserei ein Lager von ausgedienten, riesigen Holzmodellen für den Eisenguss.

1975

1975 - Figur mit Eichenblatt

Erstmalige Präsentation der Plastiken aus Gussmodellen in der Kestner Gesellschaft in Hannover, Feb-März, Louisiana Museum für Moderne Kunst, Humlebaeck (Dänemark), April- Juni, Henie-Onstad Artcenter, Hovikodden (NO), Aug.-Okt., Stedelijk Museum Amsterdam, Okt-Nov. 1975 Erste Grossplastik aus Holzmodellen, ausgestellt an der Biennale Venedig, Sept.-Okt., Stucki, 4m hoch, das Werk ging auf dem Rücktransport von der Ausstellung in Venedig verloren.

1976 - 1983

1981 - Berliner Zorn am 27.06.1981 verbrannt
Höhe ca. 1000 cm

983 - DER LETZTE ZORN - Burgdorf

1976 ZORN I erste Grosse Verbrennungsaktion auf der Berner Allmend, Hommage an Adolf Wölfli und verspäteter Protest gegen den Abbruch des Christoffel-Turm und der Verbrennung der grössten Holzfigur Europas, die 1864 im Zuge einer Stadterneuerung von Bern zum Opfer fiel.
Zorn aus Protestaktion gegen das abreissen alter Häuser, das ausbetonieren der Dörfer, das abholzen der Wälder für missgeplante Autobahnen etc., es folgten bis 1983 fünf weitere
Verbrennungsaktionen, Wal-zerTraum 1978, Bern, Linzer Zorn 1978, Berliner Zorn 1981, Linzerfunkenwolkenfeuer 1981 und der letzte Zorn 1983, Burgdorf.

1979

1980

1979 in Hamburg

Aufenthalt in Hamburg 1979 – 1980, auf Einladung des Kultursenats in Hamburg

80er Jahre

1981-1985 - Berliner Figur aus hölzernen Gussmodellen 450x550x470 cm

Aufenthalt in Berlin mit dem Stipendium vom Deutschen Austauschdienst Atelier im ehemaligen Bethanienspital in Kreuzberg an der Berliner Mauer Wohnung im ehemaligen Ärztehaus im Spital.
Verbrennungsaktion Berliner Zorn 27.6.1981 auf dem Mariannenplatz vor dem Bethanienspital.

1980

1982

1980 Hafentorfigur - Hamburg

Hamburg, Hafentorfigur, Gewinn des Wettbewerbs für die Hamburger Hochschutz-wasserbauten mit einem Ruderschaft-denkmal vor Eduardo Chilida und Rudolf Hoflehner.

1989

1989 - Grosse Retrospektive in der Reithalle Bern

Grosse Retrospektive im Kunstmuseum und in der Reithalle Bern

1992 – 1993

1992-1993  in der Brandwerft in Oldenburg

Auftragsarbeiten auf der Brandwerft in Oldenburg für das dortige Arbeitsamt der "Oldenburgerring" und für die Städtische Galerie Nordhorn der "Nordhornstengel", als auch die Wilhelmshavner Ankerfigur (USN 1944) und die Oldenburgerstengel I & II, die heute in seinem Skulpturenpark stehen.

1994

1994 - mit Wittmunder Ankerfigur in Emden auf der Thyssen-Werft

Aufenthalt in Emden, Arbeit in einer Werkhalle der Thyssen Nordsee-
werke, für das Wittmunder Stahl-Symposion entstand die Wittmunder Ankerfigur

1994

Ausstellung in der alten Zementfabrik Holderbank AG, Lagerhalle und Haupt-gebäude

1998

Ausstellung in der alten Zementfabrik Holderbank AG, Lagerhalle und Haupt-gebäude

1999/ 2000

Am Millenniumssilvester verbrannte er auf dem Gurten in Bern die 24 Meter lange und 10 Meter hohe Plastik Silvester, ein Werk, an dem 10 Personen ein Jahr lang gearbeitet hatten. Die Verbrennung wurde Weltweit übertragen.

2003

2004

2003-2004 - Tinguely Museum Basel

2003-2004 Kunstmuseum Bern

Luginbühl Total, Umfassende Werkschau Kunstmuseum Bern und Tinguely Museum Basel, zum 75. Geburtstag von Bernhard Luginbühl und als Abschluss der erfoldreichen Ausstellung beider Museen, wurde die Verbrennungsaktion 16. 2. 2004 gezündet, beim Tinguely Museum Basel im Solitudepark.

2004

2004 - Vully Barock - Bamberg

Bernhard Luginbühl Grossplastiken in der Stadt Bamberg und Ausstellung im internatonalen Künstlerhaus Villa Concordia mit Grafiken, Zeichnungen und Modelle von Brandfiguren.

2004

Altes Schlachthaus Burgdorf

Der Künstler eröffnet in Burgdorf sein Museum Bernhard Luginbühl im Alten Schlachthaus

2004

2004 - Carbasaurus

Carbasaurus die 12 Tonnen Eisenplastik war eine Auftragsarbeit der Firma Immobis 2 AG, Bauherrin der neuen Gewerbeliegenschaft Carbacenter, das Material stammt von ausgemusterten Kohlesäuretanks der dort ansässigen Firma Carba.
Standort: Liebefeld Bern Waldeggstrasse 37